Familie Frischmann

Wir wendeten uns an die Beratungsstelle des Förderzentrums an der Isar, weil wir Hilfe bei der Auswahl der Schulform für unseren Sohn benötigten. Unser Sohn war eine extreme Frühgeburt (3 Monate zu früh) und wir hatten die Diagnose mindestens Lern-, wenn nicht sogar, geistig behindert. In der Herrnstraße trafen wir zum ersten Mal nach 6 Jahren Odyssee auf Menschen, die die Problematik von Frühchen richtig erkannten. Die Schule holte Vincent einfach da ab, wo er stand. Sie sahen nicht immer nur das, was Vincent nicht konnte, sondern auch das was er konnte. In dieser Schule stehen die Kinder im Mittelpunkt. Das Motto des Förderzentrums an der Isar ist „Schule soll Spaß machen“ und das wird auch gelebt. Durch die heitere und schöne Atmosphäre in der Schule lösen sich viele Probleme der Kinder von selbst auf und sie haben Spaß am Lernen. Unser Sohn hat jetzt drei Jahre die DFK-Klasse in der Herrnstraße besucht und macht zur Zeit einen Probeunterricht in der hiesigen Grundschule. Egal was die Zukunft auch bringen mag, in jedem Falle wird unser Sohn einen anderen Lebensweg einschlagen als es uns die Diagnose vor drei Jahren prophezeit hatte. Es wäre schön, wenn jedes Kind so einen sanften Einstieg ins Schulleben mit so viel Spaß, Freude und Empathie genießen dürfte.

 

Renate Eder

„Ihr Sohn hat ADHS“ – die Aussage der Lehrerin in der 1. Klasse traf meinen Mann und mich wie ein Schlag. Unser Sohn ADHS? Fabian ist verspielt, Lesen mag er gar nicht und die Schule ist mehr ein MUSS, seine Schrift krakelig, die Hausaufgaben und Übungen nur mit Mühe zu schaffen.
Trotz der Prozedur eines Gutachtens, das ADHS entkräftete, beharrt die Lehrerin der Ganztagsschule weiter darauf, dass Fabian unter ADHS leidet.
Nach einem Schulwechsel – über Schule an der Kirchenstraße und dann zum SFZ – haben wir die Unterstützung vieler verständnisvoller Lehrer/innen und Pädagogen/innen erhalten. Hier haben wir Verständnis und Hilfe gefunden. Die Mitschüler des SFZ haben Fabian vor dem Wechsel einen Brief geschrieben „Schön, dass du in unsere Klasse kommst. Wie sind die 3K“
Mittlerweile hat Fabian im SFZ so große Fortschritte gemacht und neue Lebensfreude getankt, dass er nächstes Schuljahr an einer Realschule mit Kunstzweig durchstarten kann. Er freut sich riesig und kann es kaum abwarten bis es im September soweit ist. Das Lesen wird immer besser – da helfen auch Comics für zu Hause.
Den Kindern die Freude am Lernen und dem Miteinander zu vermitteln ist nicht nur ein Beruf, sondern eine Berufung.

Ohne Frau Staudinger und ihr Team wären wir heute nicht da, wo Fabian „neu beginnen kann“.
Herzlichen Dank SFZ.



Frau Hlavica

Legasthenie, Dyskalkulie, ADS, Entwicklungsverzögerung - mit dieser Diagnoseliste konnte meine, auch herzkranke, Tochter Leonie keine Regelschule mit einer durchschnittlichen Klassenstärke von 25-27 Kindern besuchen. Die Empfehlung an das Förderzentrum Stadtmitte, damals noch Förderschule an der Herrnstraße, war deshalb erste Wahl zum Schuleintritt.
Die ersten drei Schuljahre besuchte sie dort eine Klasse mit nur 13 Kindern, konnte Schule „langsam angehen lassen“ und sich in Ruhe entwickeln. Die schon optimale Betreuung in dieser kleinen Gruppe wurde meist durch einen Praktikanten zusätzlich unterstützt. Toll für lernschwache Kinder wie sie, die so im Unterricht individuelle Hilfestellung erfahren und effektiv in ihrem Tempo lernen können! Durch den entzerrten Unterrichtsstoff  mit der Klassenstruktur 1, 1a und 2 gab es „nebenbei“ viele lehrreiche Ausflüge.
Nach den Osterferien wechselte Leonie noch in der zweiten Klasse an eine Regelschule,  die sie heute in der 4. Klasse besucht. Ihre Noten liegen im Schnitt bei 3, sie geht gerne und wissbegierig in die Schule, auch wenn ihr das Lernen nach wie vor schwerer fällt, als den meisten Regelschülern. Das und ihre heute hohe soziale Kompetenz ist sicher mit ein Verdienst der kleinen, eng zusammenarbeitenden, nicht nur leistungsorientierten Klasse an der „Herrnschule“. Den Kontakt zu einigen Klassenkameraden von damals hat sie bis heute lose gehalten. Und wenn wir per Zufall das historische Schulgebäude passieren, sagt sie immer stolz: da bin ich mal in die Schule gegangen!

 

Familie Sturm

Wir haben unseren Sohn aufgrund von Entwicklungsverzögerungen im Bereich Sprache, Fein- und Grobmotorik in die Diagnose- und Förderklasse in der Herrnstraße einschulen lassen. Diese Entscheidung war großartig für ihn.

Er konnte sich in der kleinen Klasse mit 10 Kindern sehr gut entwickeln. Der Schulstoff des Lehrplans der 1. und 2. Klasse der Grundschule wird hier ja auf 3 Jahre verteilt, somit war eine Individuelle und intensive Förderung, abgestimmt auf die Defizite unseres Sohnes möglich. Die Kinder können in kleinen Gruppen im eigenen Tempo lernen, somit haben sie weniger Ablenkung und die Lehrkraft kann auf alle ganz individuell eingehen.

Ich möchte mich hiermit noch einmal ganz herzlich bei seiner Klassenlehrerin, Frau Netter bedanken. Ihre liebevolle und geduldige Art hat ihm wunderschöne erste Schuljahre beschert.

Nach der 3. Klasse konnte er aufgrund dieser Förderung auch in die Grundschule unseres Sprengels wechseln. Wir sind sehr glücklich darüber und können nur allen Eltern diese Schulform empfehlen. Sie ist einfach ideal für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen, Sprachauffälligkeiten oder Lernschwierigkeiten.

Durch das wertvolle 3. Jahr und der Möglichkeit den Unterrichtsstoff daher in einer etwas langsameren Zeit zu vermitteln, konnte er seine Schullaufbahn ohne Überforderung beginnen.